Wirkung der Kräuter im allgemeinen

Die duftenden ätherischen Öle in den Kräutern wirken stark anregend und belebend auf das Gefäßsystem und die Zellenfuktionen, was bewirkt, dass die schlaff gewordenen Gewebe die Belastungstoffe: Schleim, Eiter usw. viel rascher wieder auszuscheiden vermögen. Außerdem wirken sie zerstörend auf alle Feinde der Gesundheit, seien es Bazillen, Milben oder Würmer, ohne den Körper zu schädigen.

Die Pflanzensäuren wirken sehr stark ausscheidend und auslösend auf die Stoffwechselprodukte, besonders auf die Harnsäure, weshalb sie bei fast allen Erkrankungen eine sehr wichtige Rolle spielen.

Die Bitterstoffe bestimmter Kräuter, die hauptsächlich das Material zur Bildung der Galle, die beim Verdauungsprozess eine sehr wichtige Rolle spielt, liefern, kommen besonders als magenstärkende, verdauungsbefördernde, appetitanregende und durch diese Wirkung als blutbildende und -reinige Stoffe in Betracht.

Astringierende oder zusammenziehende Stoffe gewisser Kräuter wirken durch Zusammenziehung der Blutgefäße bei Gebärmutter- und anderen Blutungen, ebenfalls bei Entzündungen heilsam.

Die Nährsalze sind in fast allen Kräutern in großen Mengen enthalten und sind daher mehr als alle anderen Nahrungsmittel blutbildende und die Spannkraft der Nerven und Muskeln erhöhende Mittel.

Kalkreiche Kräuter finden besonders bei Lungenschwindsucht, englischer Krankheit usw. Anwendung. Viele, die bei Lebzeiten die Schwindsucht haben, tragen die Spuren der Ausheilung der Verkalkung, indem die Pilze, Zerfallprodukte und Tuberkeln durch sehr reiche Kalkablagerungen in den Lungen eingekalkt wurden.

Die natronreichen Kräuter werden besonders bei Steinleiden, Gicht, Zuckerkrankheit, Fettsucht usw. angewandt, wo sie eine unvergleichlich wichtige Rolle spielen, indem das gewachsene Pflanzennatron die harten Stoffwechselprodukte, besonders die Harnsäure, auflöst.

Die kalkreichen Kräuter haben meist eine harntreibende Wirkung, einige aber wirken nachteilig durch das Kali auf das Herz und müssen daher nur in passender Verbindung mit anderen zur Anwendung gelangen.

Die eisenreichen Kräuter kommen besonders bei mangelhafter Blutbildung und den aus dieser sich ergebenden Schwächzuständen, also auch bei Bleichsucht, Blutarmut, Neurathenie, wo aber nicht nur Eisen-, sondern auch Natron- und Kalkmangel vorhanden ist, in Betracht.

Außer den wichtigen abführenden und anderen Wirkungen der Kräuter, die ihre Eigenart ausmachen, lassen sich dieselben sogar stofflich klassifizieren in ihrer bestimmten aufbauenden oder ausscheidenen Wirkung auf die Organe. Bei allem ist nur zu bewundern, dass man sie so lange vergessen konnte, unsere Voreltern wussten sie ganz anders zu schätzen.



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