Kosmetik

Kosmetik im engeren Sinne des Wortes ist die Lehre von der Verschönerung des menschlichen Körpers. Kosmetische Mittel sind daher vor Allem solche, welche zur direkten Verschönerung des Körpers dienen. Schminke, indem sie die zu blässe Hautfarbe verdeckt, oder eine Haartinktur, welche weissgewordenes Haar wieder auffärbt, ist ein Kosmetikum.

In weiterem Sinne aber gehören dazu alle die Mittel zur Pflege der Haut, der Haare und der Zähne, indem sie indirekt konservirend oder verbessernd auf die äussere Schönheit des menschlichen Körpers einwirken sollen. Sie sind, wie schon gesagt, zum Theil Konservirungs-, zum Theil Vorbeugungsmittel, theils aber sollen sie auch vielfach direkt heilend auf abnorme Zustände der betreffenden Theile einwirken.

In dieser Verschiedenheit des Zweckes liegt die Unsicherheit begründet, durch welche der Begriff eines kosmetischen Mittels so schwer zu bestimmen ist. Je nach den Anschauungen erklärt der Eine z. B. ein Mundwasser für ein Heil-, der Andere für ein kosmetisches Mittel, welches als solches dem freien Verkehr überwiesen ist. Der Drogist wird daher stets gut thun, bei dem Vertrieb derartiger Mittel, auf der Etiquette oder in der Gebrauchsanweisung, jeden Hinweis auf etwaige Heilwirkungen zu unterlassen. Kosmetika als solche sind stets frei.

In neuerer Zeit haben namhafte Aerzte sich mit dem Studium des kosmetischen Gebietes befasst und in jüngster Zeit ist sogar ein eigenes Werk über Kosmetik, von Herrn Dr. med. H. Paschkis, Docent an der Universität Wien, herausgegeben. Diesem überaus interessanten Werke, welches allerdings in erster Linie für den Gebrauch der Aerzte bestimmt ist, entnehmen wir unter Nachstehendem das Theoretische, welches wir den einzelnen Abtheilungen vorausschicken.
 



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