Lexikon

Viele der Begriffe, die früher verwendet wurden, sind heute nicht mehr gebräuchlich oder sogar unbekannt. Manche sind uns aber auch einfach unbekannt, weil wir uns noch nie mit der Materie beschäftigt haben.

Was sind Generika?

Kommt ein neues Arzneimittel auf den Markt, ist es zunächst patentrechtlich geschützt. Nach 10 bis 15 Jahren läuft dieses Patent jedoch ab. Dies ermöglicht anderen Herstellern, den Wirkstoff zu nutzen. Sie stellen Kopien des Medikaments her, die verbessert sein können, aber in jedem Fall ungefähr bioäquivalent sein müssen. Das bedeutet, dass im Körper ähnlich viel Wirkstoff verwertet werden kann, wie beim Originalmedikament. Das Arzneimittel wird dann im Regelfall unter seinem internationalen Freinamen von anderen Pharmaunternehmen für wesentlich weniger Geld verkauft. Dies ist möglich, weil diese die Kosten der Erforschung sparen und Generika deswegen wesentlich kostengünstiger auf den Markt zu bringen sind. Außerdem ist der Konkurrenzdruck sehr groß, da meistens viele Generika zum gleichen Zeitpunkt erscheinen. Das bekannteste Beispiel für ein Generikum ist Acetylsalicylsäure (ASS). Es darf nur von Bayer unter dem Namen Aspirin vertrieben werden, es gibt jedoch zahlreiche Firmen, die den gleichen Wirkstoff günstiger unter anderen Namen anbieten. Generika dürfen allerdings unter bestimmten Voraussetzungen auch unter geschützten Markennamen vertrieben werden.

Grauer Star

Mit fortschreitendem Alter nehmen auch Augenerkrankungen zu. Eine der häufigsten ist der graue Star (auch: Katarakt), der eine völlige Erblindung zur Folge haben kann. Aus der Wortherkunft lassen sich bereits die wichtigsten Symptome ableiten: Katarakt heißt „Wasserfall“ und wurde schon in der Antike deswegen Namensgeber dieser Krankheit, weil Betroffene ihre Umwelt so wahrnehmen, als würden sie selbst hinter einem Wasserfall stehen. Die Sehschärfe nimmt ab und Farben werden schmutzig. Auch Kontraste werden nicht mehr deutlich wahrgenommen und das räumliche Sehen ist eingeschränkt. Zusätzlich können Doppelbilder auftreten, die auch beim Schließen eines der Augen nicht fortgehen, die Blendempfindlichkeit steigt und um Lichtquellen erscheinen Lichthöfe. In der Antike herrschte die Auffassung, dass dies tatsächlich durch im Auge fließendes Wasser verursacht würde. Auch der Begriff „Star“ leitet sich aus diesem Irrtum ab: Star kommt von „Erstarren“ und gründet sich auf der Annahme, dass sich diese Flüssigkeit fest werden würde.

Zuckeraustauschstoffe

 

Zuckeraustauschstoffe werden ohne Insulin im Körper verarbeitet. Sie sind jedoch, genauso wie auch Saccharose, also der übliche Haushaltszucker, Kohlenhydrate. Im Gegensatz zu Süßstoffen ist ihre Süßkraft geringer als der von Zucker. Das Einsatzgebiet ist jedoch weitestgehend das gleiche. Sie finden in Lebensmitteln für Diabetiker, Zahnpasta und Kaugummis verwendet. Auch Softdrinks werden häufig mit ihnen gesüßt. Normalerweise werden sie nicht künstlich hergestellt, sondern aus Gemüse und Obst gewonnen.

Süßstoffe

 

Süßstoffe sind Substanzen, die in der Natur vorkommen können oder synthetisiert werden, und eine höhere Süßkraft haben als normaler Zucker. Zugleich ist ihr Energiegehalt wesentlich geringer als der von Saccharose. Um dies zu erreichen, müssen sie auf die Geschmacksrezeptoren im Mund wirken können. Da Süßstoffe häufig schneller oder langsamer schmecken und teilweise auch einen Beigeschmack haben, werden in Lebensmitteln oft verschiedene Süßstoffe kombiniert, damit der Geschmack dem von Zucker stärker ähnelt.

Vitamin K

 

Die Mitglieder der Vitamin-K-Gruppe tragen ihre wichtigste Funktion bereits im Namen: „K“ steht hier für „Koagulation“, in diesem Fall also die Blutgerinnung. Ohne Vitamin K kann keine Blutgerinnung stattfinden, weil es über die Produktion von Proteinen maßgeblich daran beteiligt ist. Außerdem kann es den Knochenabbau hemmen und das Zellwachstum regulieren. Zusätzlich gibt es Hinweise darauf, dass es die Verkalkung von Gefäßen verhindern kann.