Brennesselsaft

Die Brennessel ist in erster Linie als Unkraut bekannt. Die Kinder fürchten die Hautreizung durch die Brennhaare der Pflanze. Im Kriege lernte man die zähe Nesselfaser zur Herstellung von Geweben schätzen. Im Volke verwendet man schon seit langem frischen Brennesselsaft zu Frühjahrskuren; denn in diesem Unkraut stecken große Heilkräfte.
Ein Blick auf die Analyse der Aschenbestandteile läßt die blutreinigend Kraft erkennen. Nicht nur Kalk und Kali fallen durch ihr reichliches Vorhandensein auf; auch beträchtliche Mengen von Eisen, Magnesium und Mangan verleihen der Brennessel eine ähnliche blutbildende Kraft, wie sie Spinat aufweist.
Der Brauch der Frühjahrskuren ist sehr alt. Sie haben den Zweck, dem Körper nach der gemüsearmen Winterszeit die ersten grünen Gewächse in möglichst leicht aufnehmbarer Form zuzuführen. Die Presssäfte von Brennessel, Löwenzahn und Spitzwegerich, weiterhin noch diejenigen von Brunnenkresse, Schafgarbe und Aloe Vera Saft dienen diesem Zweck. Sie vermögen durch ihren hohen Gehalt an Mineralstoffen und anderen wertvollen arteigenen Stoffen einseitige Ernährung auszugleichen und dadurch den Stoffwechsel der verschiedenen Organe einschließlich der Haut (Furunkolose) in Ordnung zu bringen und die körperliche Stimmung und Widerstandskraft zu erhöhen.

Der Reichtum an Mineralstoffen wirkt sich nicht nur bei Bleichsucht und Blutarmut aus, sondern beeinflusst auch gewisse Hautausschläge chronischer Art, Nesselsucht, Ekzeme und Hämorrhoiden günstig. Der Verdauung und die Nierentätigkeit wird ebenfalls gesteigert, so dass Brennesselsaft bei gichtischen und rheumatischen Erscheinungen wie auch bei Wassersucht vorteilhaft ist.

 



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