Brunnenkressesaft

Auch Brunnenkressesaft wird viel zu Blutreinigungs- und Frühjahrkuren angewendet. Sein Gehalt an löslichen jodverbindungen bestätigte die in Frankreich früher übliche Anwendung des Saftes bei Anschwellungen der Schilddrüsen (Kropf). Dem französischen chemiker Chatin verdanken wir ausführliche Untersuchungen, die darlegen, dass der Saft der frischen Pflanze mehr Jod in Lösung enthält, als ein aus dem trockenen Kraut bereiteter Tee. Wenn es sich ja auch nur um geringfügige Unterschiede handelt, so spielen sie doch bei einem so wichtigen Element eine Rolle. Gerade die Lehre von den Vitaminen hat uns die hohe Bedeutung geringer Mengen von Ergänzungsstoffen in der Nahrung gezeigt.

Der Brunnenkressesaft beeinflusst durch seine blutreinigende Kraft hartnäckige Hausausschläge, soweit sie auf Stoffwechselfehler zurückzuführen sind. Seine Wirkung erstreckt sich nicht nur auf die Schilddrüsen, sondern auch auf andere Körperdrüsen (Milz, Galle und leber). Nicht umsonst wendet man den Saft bei Milz- und Leberschwellungen und Stockungen des Gallenflusses (Gelbsucht), sowie bei strofulös-lymphatischen Krankheitszuständen an.

Zweifellos spielt der Gehalt an alkalisch wirkenden Mineralien, an Eisen und Jod, an Rhodanwasserstoff- und Senföl-Verbindungen bei der Anregung des Drüsensystems eine Rolle. Diese Anregung äußert einen günstigen Einfluss auf schwachen Magen und trägen Darm.



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