Ebereschensaft

Die Früchte der Eberesche, im Volksmund Vogelbeeren genannt, liefern einen säuerlich-süßen roten Saft. Diese wurden früher, als Citrusfrüchte (Orangen und Zitronen) noch nicht so verbreitet waren, zur Bekämpfung des Skorbuts auf Segelschiffen mitgeführt.

Der saure Geschmack wird hauptsächlich durch Apfelsäure und wenig Gerbsäure hervorgerufen. Der außerdem enthaltene Gerbstoff läßt die im Volke geübte Anwendung des Saftes bei leichteren Durchfällen (Darmkartarrhen) verständlich erscheinen. Eine nachteilige Wirkung der Gerbsäure ist im Gegensatz zur Verwendung von Gerberlohe oder reiner Gebsäure nicht zu befürchten, da die vorhandenen Fruchtsäuren die Wirkungen ausgleichen: Die Nachteile reiner Gerbsäure werden aufgehoben und ihre heilsame Wirkung sogar nocht verstärkt. Dadurch werden Verdauung und Stoffwechsel so geregelt, dass am Ende die Wirkung einer Reinigung von Körper und Blut gleichkommt. Die Vogelbeeren enthalten noch etwas ätherisches Öl - Sorbinsäure und im Reifezustand auch noch Sorbit, eine auch in Äpfeln vorkommende Zuckerart.

Mit der Anwendung von Eberesche muss man bei Nierensteinen und mangelhafter Nierentätigkeit vorsichtig sein, da der hohe natürliche Säuregehalt zu stark reizend wirkt. Aus dem gleichen Grunde wird auch bei Gicht von dem Saft abgeraten.

Bei schweren Darmkatarrhen ist die Anwendung von Eichenrinde sehr empfehlenswert. Da sich aus ihr kein Saft gewinnen läßt, wird Eichenrindentee angeboten.




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