Huflattichsaft

Der Huflattich ist ein seit alten Zeiten bekanntes Kraut, das im Gartenbau als hartnäckiges Unkraut gefürchtet, im Volk aber als schleimlösende Heilpflanze geschätzt wird.

Die Inhaltsstoffe der Blätter sind Kalisalze, salpetersaure Salze, Bitterstoffe, Schleim- und Gerbstoffe, kautschukartige Substanzen, Saponin und Cholin.

Die reizmildernde Wirkung des Saftes auf entzündete Schleimhäute des Rachens und des Kehleingangs beruht vorwiegend auf den Schleimstoffen. Den salpetersauren Salzen wird die krampflösende und Auswurf befördernde Wirkung bei Verschleimungen zugewiesen. Außerdem wirken die gannanten Inhaltsstoffe nebst einigen anderen, wie Inulin, nährend auf die Schleimhäute und regelnd auf die Schleimhautfunktion.

Diese Zusammenhänge lassen es verständlich erscheinen, warum Huflattich im Volk bei der Bekämpfung von Heiserkeit und Husten, bei der Linderung chronischer Katarrhe, wie Bronchialkatarrh und Brustkatarrh, ausgedehnte Verwendung findet. Selbst in Fällen von Lungenentzündung kann Huflattich, allerdings dann in Verbindung mit Spitzwegerich und Zinnkraut, vom Arzt in die Heilbehandlung eingesetzt werden.

Mit Huflattichsaft lassen sich gerade katarrhalische Erkältungen und Hustenanfälle beheben. Die Anwendung des Saftes geschieht am besten zusammen mit heißer Milch und zwar wird bei Husten 1 Esslöffel Saft auf 2-3 Esslöffel heißer Milch mehrmals des Tages, zu Anfang der Behandlung allstündlich, eingenommen. Kinder nehmen entsprechend weniger; der Saft wird auch von kleinen Kindern ohne weiteres vertragen. Bei hartnäckigem Husten wird er vorteilhaft mit Spitzwegerich zusammen gegeben.

Der reiche Gehalt des Huflattichs an Inhaltsstoffen äußert sich nicht nur auf die Schleimhäute der Luftwege, sondern auch auf das Eingeweide-Nervensystem und die gesamte Zirkulation. Dieser Umstand vermag die Anwendung des Huflattichs im Volk bei Strofulose, einer bei Kindern häufigen Erkrankung der Drüsen, zu erklären.



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