Knoblauchsaft

Wirklich zu Hause ist die Pflanze im Süden Europas. Jedem Balkan-Reisenden fällt der in den ländlichen Behausungen herrschende Knoblauchgeruch auf. Die Pflanze wird dort so reichlich genossen, dass man die Gesundheit und Widerstandskraft der Bevölkerung gegenüber Krankheiten gerade auf das desinfizierend wirkende Knoblauchöl zurückführt.

Die Verwendung des Knoblauchs, insbesonderes seines Saftes hat sich im Volke zur Anregung der Verdauung, zur Beseitigung von Gärungen in Magen und Darm und zur Vertreibung von Eingeweidewürmern eingebürgert. Dabei spielt bei sitzender Lebensweise die stuhlfördernde Wirkung eine wesentliche Rolle. In letzter Zeit tritt besonders der Einfluss auf Altersbeschwerden, wie hohem Blutdruck und den damit verbundenen Kopfschmerzen, in den Vordergrund. Von medizinischer Seite wurde nach Einnahme von Knoblauchsaft einwandfrei ein langsames Absinken des Blutüberdruckes und eine Vergrößerung des Pulsvolumens bei Arteriosklerose und essentieller Hypertonie festgestellt und zwar länger anhaltend als nach Einnahme chemischer Mittel. Diese Wirkung beruht nach Erklärungen der Wissenschaftler vor allem in einer Regelung der Verdauungsverhälnisse: Die bakteriellen Fäulnisvorgänge werden durch die Wiederherstellung einer normalen Zusammenarbeit der Colibazillen mit der Darmwand geregelt; weiterhin werden die bei der Eiweißverdauung entstehenden nachteiligen Zersetzungsprodukte Indol und Pheno aus Darm und Blut beseitigt.

Infolge Steigerung der Durchblutung wird auch ein Einfluss auf das Herz ausgeübt, durch dessen Entlastung auch eine Vertiefung des Schlafes erreicht wird. Das stark riechende ätherische Öl durchspült den ganzen Körper; beim Ausatmen aus der Lunge regt es die Tätigkeit der Bronchialdrüsen an.

Natürlich soll ein so wirksamer Saft in nicht zu großen Gaben eingenommen werden; am besten ist teelöffelweise Einnahme in der entsprechenden Verdünnung mit Wasser oder Milch (unter Umständen mit etwas Zitrone). Kauen von etwas Petersilie und Brot behebt den Nachgeschmack.



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