Rettichsaft

Die sekretionsfördernde Wirkung des Rettichsaftes auf die Galle ist schon ziemlich lange bekannt und auch von medizinischer seite bestätigt. Der Saft findest deshalb nicht nur bei dickflüssiger Galle, sondern hauptsächlich bei Gallensteinen Anwendung. Notwendig ist bei einer regelmäßigen Duchführung der Kur vor allem den Genuss fettreicher Speisen und Alkohol zu meiden. Die Behandlung mit Rettichsaft ist, wie die Erfahrung gelehrt hat, dann besonders wirksam, wenn auf erfolgreich verlaufene Trinkkuren mehrere Nachkuren folgen, die nach Pausen von 2-3 Monaten wieder 3-4 Wochen lang durchgeführt werden. Stauungen und selbst Entzündungen der Gallenblase geben zur Darreichung des Saftes Anlass. Manche Ärzte empfehlen Rettichsaft auch bei Leberleiden. Natürlich ist bei der engen Verknüpfung von Leber und Galle bei einer Besserung der Gallenausscheidung auch eine Erleichterung für die Leber zu erwarten. Auch bei Gelbsucht und den manchmal nach dem Wochenbett auftretenden Gallensteinanfällen ist Rettichsaft mit Erfolg in die Behandlungsweise eingeschaltet worden.

Die sekretionsfördernde Wirkung erstreckt sich natürlich auch auf Magen und Nieren. Tatsächlich wird auch bei einer Neigung zu Grieß- und Steinbildung in Nieren und Blase Rettichsaft angewandt.

Ein schwefelhaltiges ätherisches Öl, Raphanol und Rhodan-Wasserstoff sind neben dem Mineralsalzreichtum als besondere Inhaltsstoffe festgestellt worden.

Bei aktuter Nierenentzündung und ausgesprochener Blutüberfüllung in den Verdauungsorganen soll Rettichsaft seiner schwefelhaltigen Wirkungsstoffe wegen vorsichtig gebraucht werden.



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