Salbeisaft

Salbei liefert einen dunkelrotbraunen Saft von angenehm aromatischem Geschmack.

Von seinen Inhaltsstoffen seien Gerbsäure und Gerstoff, Harz und ätherische Öle erwähnt. Das Salbeiöl enthält unter seinen Bestandteilen Eukalyptol und Salviol. Letzteres ist identisch mit den Absinthol des Wermuts. Diese zusammenziehenden und antiseptisch wirkenden Inhaltsstoffe rechtfertigen den im Volk üblichen Gebrauch von Salei als Nasen-, Mund- und Gurgelwasser.

Ein Esslöffel Salbeisaft in etwas warmem Wasser, unter Umständen mit einer Prise Kochsalz, bildet bei Schnupfen und Nasenbluten ein gutes Nasenspülwasser, das selbst bei akuten wie chronischen Nasennebenhöhlenkatarrhen Erleichterung bringen wird.

Als Gurgelwasser findet der Saft mit etwas heißem Wasser zusammen bei Entzündungen von Hals und Rachen Verwendung. Auch bei Angina und akutem Rachenkatarrh, sowie bei katarrhalischer mandelentzündung kann der Saft vorteilhaft angewandt werden. Bei Entzündung der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches und bei Zahngeschwüren bringt Salbeisaft als Mundwasser Besserung.

Eingehend wurde die schweißhemmende Wirkung des Salbeis untersucht, die hier mit derjenigen des Atropins wetteifert. Bei übermäßiger Schweißbildung, die infolge Schwäche oder nach vorausgegangener Operation auftreten kann, wirken zeitweise Kuren mit Salbei schweißunterbindend. Dies gilt namentlich auch für die kraftzehrenden Schweißausbrüche von Schwindsüchtigen.

Neben dieser Drüsenanregung, die sich auch in einer Förderung der Verdauung und Sekretion auswirkt, geht gleichzeitig eine Wirkung auf das Nervensystem Hand in Hand.



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