Spitzwegerichsaft

Wenige Städter, die im Frühjahr über Land gehen, wissen, das das unscheinbare Pflänzchen am Wegrand heilende Kräfte birgt. Gerade zur Frühjahrszeit ist der Gehalt an Wertstoffen in der Pflanze besonders reich. Nicht umsonst waren früher die Frühjahreskuren mit Pflanzenpresssäften Brauch. Auch Spitzwegerichsaft spielt dabei eine Rolle. Seine blutreinigende Wirkung mag zum Teil auf seinem Reichtum an Alkali und Kalksalzen beruhen.

In der Volksheilkunde findet das Kraut namentlich bei Leiden der Atmungsorgane ausgedehnte Verwendung. Sowohl bei akuten, wie auch bei verschleppten Katarrhen, bei Bronchialkatarrh, Brustkatarrh und sogar Lungenspitzenkatarrh äußert Spitzwegerichsaft günstigen Einfluss infolge seiner Auswurf befördernden, schleimlösenden und entzündungshemmenden Eigenschaften.

Die kräftigende Wirkung auf die Lungenschleimhäute ist unter anderem auf den Gehalt an löslichen Kieselsäuren zurückzuführen, die sich im Saft im gleichen Lösungsverhältnis wie in der Pflanzenzelle befinden, ohne durch Trocknen und Lagern ihren eigenartigen Quellungszustand verloren zu haben.

Dem Gehalt an Bitterstoff, Gerbstoff, Saponin und Cholin, jeweils in geringen Mengen, wird eine reizsteigernde und krampflösende Wirkung, sowohl bei Asthma, als auch bei schwerem Husten, in manchen Fällen sogar bei Keuchhusten zugeschrieben. Da die Inhaltsstoffe nicht einseitig desinfizierend, sondern auch nährend und anregend wirken, wird gleichzeitig für eine Stärkung des Stoffwechsels und damit für eine Besserung des Allgemeinbefindens gesorgt.



**********
Diese Information ersetzt keinesfalls einen Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker oder eine Beratung in einer Apotheke! Durch die Inhalte dieser Seite können weder Diagnosen gestellt werden, noch eine Heilbehandlung eingeleitet werden.
Bei vielen der Artikel, Tipps und Tricks handelt es sich um Rezepte, die schon mehr als 100 Jahre alt sind. Sie sind daher nicht auf dem neuestem wissenschaftlichen Stand.
**********