Wacholdersaft

Im Wacholdersaft ist ähterisches Öl, das Juniperol und Junipen u.a. enthält, und ein Bitterstoff Juniperin enthalten; außerdem kommen noch Pektin, Harz und reichlich Invertzucker in Betracht. Die Inhaltsstoffe verleihen dem Wacholdersaft einen angenehm-aromatischen Geschmack. Dieser erinnert an Tannenduft, der vielen Menschen beim Aufenthalt im Schwarzwald vertraut geworden ist.

Nach längerer Einnahme von Wacholdersaft kann man eine Belebung des Stoffwechsels und eine Steigerung der Reaktionsfähigkeit der Organe feststellen, ähnliche Wirkungen also wie bei einem Kuraufenthalt im Schwarzwald. In beiden Fällen wirkt das ähterische Öl: das eine Mal im Koniferenduft über die Lungen auf den Körper, das andere Mal im Wacholdersaft über Magen und Darm. Wenn freilich der Wacholdersaft die Vorteile eines sorgenfreien Kuraufenthalts nicht aufzuwiegen vermag, so hat er doch, infolge all seiner Inhaltsstoffe, eine umfassende Wirkung auf den Stoffwechsel von Magen und Darm, Nieren und Lungen. Er behebt Appetitmangel, Magenschwäche und Blähsucht. Seiner harntreibenden Wirkung wegen wird er im Volke viel bei Gicht, Rheumatismus und bei bestimmten Formen von Wassersucht gebraucht. Die auswurfbefördernde Wirkung des den Körper über die Lungen verlassenden ätherischen Öls kräftig und reinigt Brust und Lunge von Verschleimungen.

Wacholdersaft ist im Anbruch haltbar. Es soll nur in kleineren Mengen eingenommen werden, um die Nieren nicht zu reizen. Bei Nierenentzündungen ist seine Anwendung nicht angebracht.




**********
Diese Information ersetzt keinesfalls einen Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker oder eine Beratung in einer Apotheke! Durch die Inhalte dieser Seite können weder Diagnosen gestellt werden, noch eine Heilbehandlung eingeleitet werden.
Bei vielen der Artikel, Tipps und Tricks handelt es sich um Rezepte, die schon mehr als 100 Jahre alt sind. Sie sind daher nicht auf dem neuestem wissenschaftlichen Stand.
**********