Zinnkrautsaft

Aus Zinnkraut oder Schachtelhalm läßt sich ein Saft gewinnen, der in der Volksheilkunde schon seit langem bei Nieren- und Lungenleiden angewendet wird. Die gute Wirkung auf die Atmungsorgane hat die Wissenschaft in den letzten Jahren veranlasst, nach Zusammenhängen zwischen Wirkung und Inhaltsstoffen zu forschen. Es wurde dabei festgestellt, dass die Kieselsäure im Zellsaft der Pflanze in wahrer Lösung vorhanden ist und aus diesem Grunde vom Lungengewebe, das zu seiner Kräftigung wie jedes Bindegewebe Kieselsäure braucht, leichter aufgenommen werdne kann, als kolloidale Kieselsäurepräparate (kolloidale Lösung = Scheinlösung).

Mit dieser Feststellung haben die kieselsäurereichen Pflanzen bei der Bekämpfung von Lungenkrankheiten (Tbc) eine wichtige Stellung unter anderen Heilmaßnahmen gewonnen. Da außerdem dem Zinnkrautsaft eine zusammenziehen Wirkung zukommt, spielt er im Volke eine Rolle zur Bekämpfung von Lungenblutungen, starkem Nasenbluten und, in Verbindung mit Huflattich- und Spitzwegerichsaft, bei Bronchialkatarrh und Rachenkatarrh.

Die harntreibende Wirkung, die z.T. auch wieder auf der Kieselsäure beruht, läßt die Verwendung des Zinnkrautes bei Harnverhaltung und Blasenkrampf angezeigt erscheinen. Da der Saft außerdem die Harnsäureausscheidung befördert, kommt er bei Nieren- und Blasenleiden auf gichtischer Grundlage, bei Grieß- und Steinbildung in Nieren und Blase in Betracht. Ein Erfolg kann natürlich nur nach längerem Gebrauch und gleichzeitiger Umstellung der Ernährung verwirklicht werden; Ratschläge zur Gestaltung einer naturgemäßen Kost werden im Reformhaus erteilt. Endlich ist noch die Anwendung bei Katarrhen und Entzündungen des Nierenbeckens, sowie bei Nierenblutungen zu empfehlen.



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