Rund um die Sauna

In unserer hektischen Zeit ist es besonders wichtig, sich die Zeit zu nehmen, um sich einmal richtig zu entspannen und dabei gleichzeitig etwas für die Gesundheit zu tun. Dafür bietet sich ganz besonders ein Saunabesuch an, der auf vielfältige Weise für Wellness & Beauty sorgt.

Gesundheitliche Aspekte

Beim Saunabesuch geht es nicht nur um Wellness, sondern das Schwitzen in der Sauna  hat weitreichende Auswirkungen auf den ganzen Körper. So sorgt die Wärme zum Beispiel dafür, dass sich Muskelverspannungen lösen und das Gewebe ausreichend durchblutet wird.
Gleichzeitig wird die Körpertemperatur um ca. 1 °C erwärmt. Dies entspricht einem leichten Fieber und hat zur Folge, dass Abwehrzellen aktiviert werden. Durch das Schwitzen werden Abfallstoffe ausgeschwemmt und die Haut besser durchblutet, während die heiße Luft positiv auf die Durchblutung der Schleimhäute wirkt und so bei denjenigen, die Probleme mit den Bronchien haben, das Durchatmen erleichtert. Wer regelmäßig sauniert stärkt dadurch außerdem generell das Immunsystem.

Früher riet man bei vielen Krankheiten vom Saunabesuch ab. Dies hat sich zwar mittlerweile geändert, trotzdem sollte man, wenn man gesundheitliche Probleme hat, vor dem ersten Saunabesuch mit seinem Arzt sprechen und sich grünes Licht holen.

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Saunaaufgüsse

Saunaaufgüsse können die gesundheitlichen Aspekte des Saunabesuches noch verstärken, in dem man Aufgüsse wählt, die durch ihre Inhaltsstoffe besondere Wirkungen erzielen. So eignen sich Aufgüsse mit Eukalyptus, Thymian, Pfefferminze, Salbei ode Rosmarin gut für die Atemwege, während Kamille, Benzoe oder Rose gut für die Haut sind.

Saunaaufgüsse kann man selbst herstellen, in dem man einige wenige Tropfen ätherische Öle in Wasser gibt. Niemals (!) darf man ätherische Öle direkt auf den heißen Stein geben - sie könnten sich im schlimmsten Fall in einer Stichflamme entzünden. Alternativ kann man einen Kräutertee kochen, die Teebeutel oder losen Kräuter herausnehmen und den Tee dann als Aufguss verwenden.

Generell Abstand sollte man von Parfümölen nehmen, da hier oft synthetische Stoffe enthalten sind. Das gleiche gilt für "Duftöle" - es sei denn, sie bestehen aus ätherischen Ölen.

Wo saunieren?

Saunas findet man in Wellness- und Badezentren, manchmal auch im Sonnen- oder Fitnessstudio. Wer Glück hat, findet sogar Einrichtungen, in denen es ausschließlich um das Saunieren geht. So ist zum Beispiel ein großer Saunagarten in Dülmen, der viel Abwechslung bietet: teilweise holzbefeuerte Saunablockhäuser, gemütliche Ruheräume und vor allen Dingen ein über 6000 qm großer Saunagarten.

Hat man genug Platz und ist in Besitz eines eigenen Hauses, kann man im Keller oder im Garten sogar seine eigene Sauna bauen (lassen). Für die Selbermacher gibt es bei selbst.de eine Menge Tipps und Tricks dazu.

Wann sollte man die Sauna nicht besuchen?

Ein Saunabesuch kann bei verschiedenen Krankheiten sowohl positive als auch negative Auswirkungen. Manchmal stellt sich heraus, dass die Sauna bei der Genesung helfen kann - zum Beispiel bei chronischen Atemwegserkrankungen. Bei anderen Erkrankungen kann die Sauna aber auch schaden.  Dies gilt auch, wenn man akut an einer Krankheit, wie zum Beispiel einer Erkältung, leidet. Dann sollte man entweder vom Saunabesuch Abstand nehmen oder vorher den Arzt fragen. In der Regel ist der Besuch der Sauna in diesem Fall für den Körper zu anstrengend.

Weitere Tipps

Während des Saunabesuches sollte man nicht trinken. Danach ist es allerdings sehr wichtig, den Flüssigkeitsverlust mit Wasser oder verdünnten Fruchtsäften auszugleichen. Auch die Haut benötigt dann eine besondere Pflege und sollte gut eingecremt werden.

Sauna-Anfänger sollten nicht mehr als zwei bis drei Saunagänge machen. Der erste Saunagang sollte bis zu 10 Minuten dauern, die weiteren Gänge dürfen dann auch 15 Minuten lang sein.

Zwischen den Saunagängen und nach dem letzten Gang folgt jeweils zuerst eine Abkühlungsphase durch kalte Güsse oder sogar einem Sprung ins Tauchbecken und eine Ruhephase, die mindestens so lang wie der Saunagang sein sollte. Dabei darf der Körper nicht auskühlen. Dies verhindert man am besten, in dem man einen Bademantel trägt oder sich in eine Decke hüllt.



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