Eichenrinde

Die Eiche, quercus robur, der heilige Baum der nordischen Völker, gibt uns in der Rinde ihrer Äste ein vorzügliches Medikament. Die wirksamen Bestandteile sind hier Eichengerbsäure, Gallussäure, ein Bitterstoff Quericin und Pektinsäure. Die Wirkung ist im allgemeinen eine stark zusammenziehende, die Anwendung dementsprechend sowohl innerlich als äußerlich.

Durch die zusammenziehende Kraft der Gerbsäure wirkt die Eichenrinde stärkend und festigend auf alle elastischen Gebilde und beschränkt die Darmausleerungen. Der Absud ist zu benutzen bei schlaffen schlechten Geschwüren, bei brandigen bösen Halsentzündungen, gegen Brandwunden und Durchliegen. "Eichenrinde mit Milch gesotten, widerstrebt allen Giften", sagen die ältesten Kräuterbücher. Die Gerbsäure hilft immer und gewiss, so  lange das Gift noch nicht ins Blut übergegangen ist. Wenn also, wie auf dem Lande häufig, Vergiftungen durch Pilze, Tollkirschen usw. vorkommen, so koche man sofort Eichenrinde in 1 Liter Milch und lasse den Vergifteten trinken. Bei Nasenbluten pulverisierte Eichenrinde aufgeschnupft tut vortreffliche Dienste.

 



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